4 Tipps für erfolgreiches Active Sourcing

Die direkte Ansprache durch Recruiter (Active Sourcing) wird zu einem immer wichtigeren Thema im Talentbereich. Laut einer Studie der Experteer Schweiz GmbH wollen 97 % aller Führungskräfte von Unternehmen auf offene Stellen angesprochen werden. Headhunter, worauf wartest du? Hier gibt es viele Möglichkeiten, insbesondere um potenzielle und passive Kandidaten zu erreichen.

Viele potenzielle Kandidaten werden von der mangelnden Diskretion des Personalvermittlers oft abgeschreckt, anstatt ihr Interesse zu wecken, aber das muss nicht sein. Die Ergebnisse einer Karrierebefragung zeigen, wie Recruiter vom ersten Kontakt bis zum Abschluss erfolgreich navigieren, wie sie Kandidaten direkt erfolgsversprechend und professionell ansprechen und was Sie dabei beeinflussen können. Wir haben vier Tipps für erfolgreiches Active Sourcing zusammengestellt.

  1. Diskretion beim Erstkontakt

Eine der goldenen Regeln ist absolute Diskretion im ersten Gespräch mit einem Kandidaten. Bei der Arbeit über berufliche Kontakte angesprochen zu werden, kann vielen potenziellen Kandidaten das Gefühl geben, dass der Personalvermittler misstrauisch ist. Die Umfrage von Experteer ergab, dass 86,9 % der Befragten eine Kontaktaufnahme über eine private E-Mail-Adresse oder ein Online-Netzwerk bevorzugen (77,9 %). Das erleichtert Kandidaten nicht nur den Diskreten Umgang, sondern erlaubt ihnen auch, gelassen mit Anfragen und Sachverhalten umzugehen und sich auf Vorstellungsgespräche vorzubereiten.

  1. Individueller Ansatz

Jetzt wissen Sie, dass E-Mail das beste Kommunikationsmedium ist. Aber wenn es um E-Mail-Inhalte geht, trennt sich die Spreu vom Weizen. Eine einfache dreizeilige Kontaktanfrage führt nicht immer zum Erfolg als Personalvermittler. Damit sich ein potenzieller Kandidat für eine Stelle interessiert, sollten im Erstkontakt grundlegende Fakten wie Branche, Aufgaben und Standort kommuniziert werden. Aber eines ist besonders wichtig. Es ist ein individueller Ansatz. Niemand will sich wie einer von vielen fühlen. Lassen Sie Ihre Kandidaten wissen, dass Sie sich speziell für sie interessieren. Versuchen Sie, die Fragen, die jedem Kandidaten durch den Kopf gehen, so konkret wie möglich zu beantworten: „Warum bin ich der richtige Kandidat für diese Position?“

  1. Für weitere Maßnahmen:

Seien Sie konkret Im Falle einer Kontaktaufnahme

Es sollten so schnell wie möglich konkrete Gespräche geführt werden. Kandidaten, die über Active Sourcing kontaktiert werden, erwarten eine schnellere Antwort, idealerweise innerhalb einer Woche, im Gegensatz zu klassischen Stellenanzeigen-Bewerbern. Kandidaten wissen einerseits, dass ihre Zeit und ihr Interesse wertgeschätzt werden, andererseits kann das Unternehmen selbst schnell klarstellen, ob sie den nächsten Schritt im Bewerbungsprozess gehen wollen.

Nur im Gespräch lässt sich klären, ob die Anforderungen des Kandidaten mit denen des Arbeitgebers übereinstimmen, daher sollten Sie auf Augenhöhe, sowie offene und faire Kommunikation achten. Nicht nur der Kandidat muss überzeugen, auch der Personaler selbst muss Kompetenz beweisen. Denn Kandidaten erwarten im Vorstellungsgespräch auch bei komplexeren Fragestellungen klare Fachkompetenz. Wenn ein Kandidat das Gefühl hat, dass andere keinen konkreten Plan für die Zusammenarbeit haben, sieht das nicht nur unkompetent aus, sondern verringert auch die Chancen auf eine Übereinstimmung.

  1. Offene Kommunikation zu jeder Zeit

Unabhängig davon, ob das Unternehmen die endgültige Entscheidung über den Bewerber trifft oder nicht, ist eine offene Kommunikation mit Kandidaten sehr wichtig. Bewerber müssen wissen, wo sie im Bewerbungsprozess stehen und was die nächsten Schritte sind. Personalvermittler tendieren oft dazu, erfolgreiche Bewerber zu benachrichtigen, aber sie sollten auch nicht erfolgreiche Bewerber kontaktieren. Dies dient nicht nur der Fairness gegenüber den Kandidaten, sondern auch der Gewährleistung guter Beziehungen für zukünftige Kooperationen. Erfolgreiche Recruiter pflegen langfristige Beziehungen zu Kandidaten mit Hilfe von Kandidatenpools und Kontakthistorien, die helfen, fragwürdige Doppelansprachen zu vermeiden. Von Ihren Kandidaten können Unternehmer außerdem kritisches Feedback erhalten, welches etwas darüber aussagt, worauf es beim Active Sourcing wirklich ankommt. Es lohnt sich also in jedem Fall, eine gute Kommunikationskultur zu etablieren. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie die Tipps bei Ihrer nächsten persönlichen Kontaktaufnahme. Es wird sich lohnen.

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